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Projektphasen

 

 

1. Förderphase: "Armutsdynamik im ländlichen Raum Mecklenburg-Vorpommerns", Laufzeit: 06/2005 - 09/2007 (Hochschule Neubrandenburg, Hochschule Fulda)

 

 

Verlängerungsantrag und Zwischenbericht: 05/2007

 

 

2. Förderphase: "Verzeitlichung oder Verstetigung von Armut im ländlichen Raum Ostvorpommerns? Eine Paneluntersuchung zum Arbeitslosengeld II – differenziert nach Kohorten und Generationen", Laufzeit: 10/2007 - 03/2008 (Hochschule Fulda)

 

Finanzierung

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

 

Hochschule Fulda, University of Applied Sciences

Fachbereich Pflege & Gesundheit

Marquardstraße 35

36039 Fulda

E-Mailadresse des Projekts: armutsdynamik@pg.hs-fulda.de

Das Projekt

Die im Projekt durchgeführte quantitative Untersuchung zu Armutslagen im ländlichen Raum lässt sich in die Forschungstradition der dynamischen Armutsforschung einordnen, die politisch gesetzte, also administrativ festgelegte Armutsgrenzen als bekämpfte Armut untersucht. Dabei werden als Folge der mehr als zwei Jahrzehnte andauernden, produktiven Diskussion über die zeitlichen Verläufe von Armut Längsschnittanalysen eingesetzt. Inzwischen existieren zahlreiche Studien zu zeitlichen Dimensionen der Sozialhilfeabhängigkeit (vgl. auch Buhr 1995, Leisering/Leibfried 1999, Kronauer 2000), von denen einige besonders die komparative Perspektive berücksichtigen (z. B. die Sammelbände Saraceno 2002, Leisering/Walker 1998, Heikkila 2001). Dabei überraschte der Befund des kurzfristigen Sozialhilfebezugs in urbanen Regionen. Das methodische Instrumentarium der dynamischen Armutsforschung aufgreifend untersucht unser Projekt Sozialhilfeverläufe im ländlichen Raum.

Die Armutsentwicklung im Landkreis Ostvorpommern wird als Prototyp ländlicher Armut im ostdeutschen Raum gesehen. Auf der Grundlage einer Sozialamtsaktenanalyse werden Muster des Sozialhilfebezugs identifiziert. Zudem werden Zeitreihen statistischer Amtsdaten auf verschiedenen Aggregationsebenen als Indikatoren der Armutsentwicklung in ländlichen Räumen analysiert. Weiterhin werden Drei-Generationen-Familien aus dem Landkreis Ostvorpommern hinsichtlich ihrer Erfahrungen und Familiengeschichte untersucht, um Veränderungen der letzten Jahrzehnte im generationellen Zusammenhang zu spiegeln. Generationen werden empirisch als familiale Generationen begriffen. Armutslagen, die den Erfahrungsraum ausgewählter Geburtskohorten (Fokusgeneration) bestimmen, werden auf die Ursachen Arbeitslosigkeit, Sozialhilfe bzw. ALG II-Bezug, geringes Einkommen (working poor) und daraus entstehende defizitäre Lebensmöglichkeiten zurückgeführt.

Der Untersuchungsraum

Der Landkreis Ostvorpommern liegt im äußersten Nordosten Deutschlands und entstand 1994 im Zuge der Kreisgebietsreform als Rechtsnachfolger aus den Kreisen Wolgast, Greifswald-Land und Anklam. Er grenzt im Norden an die Ostsee und den Greifswalder Bodden, im Westen an die Landkreise Nordvorpommern und Demmin und im Süden an den Landkreis Uecker-Randow. Östlich endet er an der Grenze zu Polen.

Gesamtfläche: 1.910 km²
Einwohner     : 109.219 (Stand 31.12.2006)
Daraus ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von 59 Einwohner/km².

Die bemerkenswerte Landschaft, die Seebäder sowie die beliebte Insel Usedom machen den Landkreis zu einer bekannten Tourismusregion. Die kreisfreie Stadt Greifswald, die Kreisstadt Anklam, die Stadt Wolgast und der Industriestandort Lubmin bilden die Zentren der Region.

Durch die Zusammenlegung von mehreren Ämtern (01.01.2005) entstand das neue Amt Anklam-Land, das für 12.382 Einwohner (Stand 30.06.2006) und eine Fläche von 558,13 km² zuständig ist. Die Einwohnerdichte beträgt mit 22,2 Einwohnern je km² knapp ein Zehntel des Bundesdurchschnitts. Diese Region bildet das Untersuchungsfeld des Projekts.

Bildquelle: Landesportal Mecklenburg-Vorpommern: www.mecklenburg-vorpommern.eu

Abbildung 1: Bevölkerungsentwicklung Ostvorpommerns

 

Abbildung 2: Entwicklung der Arbeitslosenquote - Landkreis Ostvorpommern

Abbildung 3: Entwicklung der Sozialhilfedichten - Landkreis Ostvorpommern

 

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